Astrologie
Der Begriff Astrologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt im
weitesten Sinne "Stern-Lehre". Astrologie versucht anhand der Position von Himmelskörpern
Rückschlüsse auf menschliche Schicksale, Prägungen und teilweise auch auf die Zukunft zu
ziehen. Die Lehre hat ihre Ursprünge in Ägypten, Babylonien und Assyrien und ist bereits
mehrere tausend Jahre alt. Sie diente in ihrem Ursprung vor allem dazu, den richtigen Zeitpunkt
für die Jagd, das Einbringen der Ernte oder die Saat zu bestimmen.
Während der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert verlor die Astrologie aufgrund neuer
wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich der Astronomie, also der naturwissenschaftlichen
Betrachtung der Himmelskörper, an Bedeutung. Zum Beispiel wurde 1666 an allen französischen
Universitäten der Studiengang gestrichen.
Durch die Wissenschaft wurde die Astrologie
zunehmend in den Bereich des okkulten und irrationalen gedrängt und besonders von der
Kirche stark in Zweifel gezogen. Inzwischen feiert sie eine Renaissance und erfreut sich
einer steigenden Beliebtheit. Der Grund hierfür ist in erster Linie der Wunsch des modernen
Menschen, mehr über sich persönlich und die eigenen Charaktereigenschaften zu erfahren.
Weniger gefragt sind dagegen Zukunftsprognosen durch die Astrologie, da deren Zuverlässigkeit
umstritten ist.
Allgemein sind bei der Astrologie also zwei Hauptgebiete zu unterscheiden: diejenige, die
mithilfe von Sternzeichen und Aszendenten versucht, die Psyche und den Charakter eines
Menschen zu ergründen und die andere, die anhand von Planetenkonstellationen einen Ausblick
in die Zukunft versucht. Nach einer Studie der Universität Kiel www.uni-kiel.de glauben
immerhin 30 Prozent der westlichen Bevölkerung an die "Stern-Lehre", weitere 30 Prozent
lesen zumindest regelmäßig ihr Horoskop in der Tageszeitung, um mehr über sich selbst zu
erfahren.
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