Schamanismus
Der Schamanismus gilt als einer der ältesten bekannten spirituellen
Heilungssysteme. Wann genau der Schamanismus entstand, ist nicht belegt und sowohl
Wissenschaftler als auch Schamanen sind sich darüber gänzlich uneins. Generell kann man
jedoch sagen, dass der Schamanismus als naturverbundene aber auch metaphysische Glaubensrichtung
anzusehen ist, deren viele Wurzeln bis in die Steinzeit reichen.
Seit 1980 ist der Schamanismus jedoch von der Weltgesundheitsorganisation in der Behandlung
psychosomatischer Erkrankungen anerkannt.
Der Begriff Schamanismus selbst leitet sich von der Bezeichnung Schamane ab, einer Person,
die in der Lage ist, sich durch eine Trance bzw. einem tranceähnlichem Zustand in eine
jenseitige Welt - die Anderswelt - zu begeben, um mit den dortigen Wesenheiten in Kontakt
zu treten und diese gegebenenfalls um Hilfe zu ersuchen. Hierbei bedient er sich an einem
Erfahrungsschatz über die Heilkräfte der Natur, welcher über Generationen erweitert und
weitere gegeben wurde.
Nach den Lehren des Schamanismus im Allgemeinen sind Krankheiten das Resultat einer Disharmonie
zwischen Mensch, Natur und Kosmos. Alles ist lebt und belebt und die menschliche Form ist nur
eine von vielen möglichen Ausprägungen der Existenz und in jeder Form ist die "Schöpferkraft",
das "Odem", der "innere Geist" des Lebens wiederzufinden unabhängig ob es sich hierbei um eine
Pflanze, ein Tier oder einen Stein handelt, oder sogar der Raum bzw. die Luft selbst.
Anhand dieses Wissens wird dem Schamanen die Fähigkeit nachgesagt, sein Bewusstsein erweitern
zu können und dies auch auf andere Ebenen der Existenz, in parallel existierenden Welten.
Somit soll es ihnen möglich sein, Krankheiten und Disharmonien ohne weitere Hilfsmittel zu
erkennen und zu heilen.
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